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Halong-Bucht in Vietnam
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Reiseimpression Vietnam/Kambodscha (Studiosus-Reise)

Vietnam und Kambodscha - beides Länder, die man automatisch mit Krieg und Zerstörung verbindet. Aber wie sieht es heute dort aus?

Bei unserer Ankunft empfing uns Hanoi als eine quirlige Stadt mit teilweise noch kolonialem Flair à la française und bunten vietnamesischen Häusern, handtuchschmal aneinander gereiht. Auf den Straßen junge, modern gekleidete Menschen (70 % der Bevölkerung sind unter 30 Jahre). Der Verkehr für Europäer anstrengend, ein unentwegter Fluss von Mopeds, Autos, Fahrrädern und Rikschas. Es bedarf viel Muts und asiatischer Gelassenheit, eine Straße zu überqueren. In dem nie endenden Verkehrsstrom wird mal links, mal rechts überholt. Der Passant muss einfach hineingehen, irgendwie wird Rücksicht geübt.

Neben dem Besuch des Ho-Chi-Minh-Mausoleums sowie der Wohn- und Arbeitsstätte von "Onkel Ho" war eine Führung durch das Areal des Literaturtempels sehr interessant. Hier war über 800 Jahre das Zentrum der konfuzianischen Bildung.

Die Reise ging weiter zur weltberühmten Halong-Bucht. Mit einer Dschunke zwischen den Karstkegeln zu schippern, ist schon ein einmaliges Erlebnis. Vietnam-Airline brachte uns weiter nach Da Nang. Wir besuchten die malerische Stadt Hoi An sowie die ehemalige Kaiserstadt Hue, beide gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Nicht nur Paläste und Pagoden sind beeindruckend, auch das riesige Areal der Königsgräber.

Aber auch die Städte bieten Interessantes. Hoi An ist ein regelrechtes Einkaufsparadies. Kaum ein Gebäude, an dessen Vorderfront sich nicht ein Bekleidungs-, Souvenir- oder Kunsthandwerksladen befindet. Allgemein besitzen die Städte auffallend viele Galerien, wo moderne Malerei angeboten wird. Bezahlen kann man alles mit Dollar. Das ist die zweite Währung im Lande. Die vietnamesische Küche ist sehr schmackhaft, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig. Mit viel Gemüse wird alles frisch zubereitet. In der Speisendekoration sind die Köche Meister.

Der nächste Flug führte in den Süden nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, der heimlichen Hauptstadt des Landes. Zum Pendant der Altstadt stehen im Zentrum Prachtbauten aus der Kolonialzeit, Luxus-Hotels, Designer-Läden und stilvolle Geschäfte runden das Bild ab. Aber wie in Hanoi hängt auch hier eine Dunstglocke über der Stadt. Die Lieblingsbeschäftigung der Vietnamesen - das Mopedfahren - ist durch das viele Hupen nicht nur ohrenbetäubend, es lässt einen auch den Atem stocken. Und das nicht nur zur Rush-Hour, abends wird spazieren gefahren. Ein Ausflug ins Mekong-Delta mit seinen tropischen Lagunen war dagegen eine paradiesische Erholung.

Vietnam - ein Land im Aufbruch. Mit seinen freundlichen und strebsamen Menschen drängt es mit an die Spitze der Asean-Staaten. Es gehört heute schon zu den größten Reis-Exporteuren.

Weiter ging es per Flug nach Kambodscha, in die Stadt Siem Reap. Sie zeigt sich als touristische Hochburg. Hotels und Restaurants reihen sich aneinander. Abends pulsiert das Leben im Zentrum, wobei sich französisches Flair und asiatische Lebensart die Waage halten. Jedoch abseits dieser Stadt spürt man die Armut des Landes. Anders als in Vietnam wird man als Tourist von Kindern umzingelt, die einem bettelnd für einen Dollar irgendetwas verkaufen wollen.

Höhepunkt war hier die Besichtigung von Angkor Wat. Faszinierend die Architektur des untergegangenen Khmer-Reiches. Sie basiert auf hinduistischen und teilweise buddhistischen Konzepten. Der 195 Hektar große Komplex war eine eigenständige Stadt. Angkor-Wat gilt als weltweit imposanteste Tempelanlage. Einmalig sind die am Haupttempel befindlichen über 540 m langen und 2 m hohen Flachreliefs. Sie beinhalten Schlachtszenen, Militärparaden und Szenen aus der Hindu-Mythologie.

Zum Abschluss der Reise unternahmen wir eine Bootsfahrt auf dem Tonle Sap und besuchten ein Dorf. Hier erlebten wir ein gefördertes Schulprojekt (2/3 des Landes sind Analphabeten) und sahen, wie kleines Handwerk betrieben wird.

Insgesamt war die Reise sehr vielseitig. Sie trug zum Verständnis dieser Region bei. Eines sollte jeder Besucher mit nach Hause nehmen: ein freundliches Lächeln.

eine langjährige zufriedene Kundin
der Reiseagentur Lingner


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