
Studienreise Albanien
Als ich in meinem Bekanntenkreis erzählte, dass ich meinen Urlaub diesmal in Albanien verbringen wollte, stieß ich auf großes Erstaunen. Denn dies hatte noch keiner ernsthaft in Erwägung gezogen. Als wir am Ende der Reise unserem albanischen Reiseleiter alle versicherten, dass es uns sehr gut gefallen habe, bat er uns, doch anderen zuhause davon zu erzählen, damit zum einen Vorurteile abgebaut werden, und zum anderen mehr Leute sich dazu entschließen, ihren Urlaub in Albanien zu verbringen.
Albanien ist wirklich eine Reise wert! Und im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist es ein sicheres Reiseland. Es ist ein Land im Aufbruch, in dem sehr viel gebaut wird und das mittlerweile auch eine gute touristische Infrastruktur an Hotels und Restaurants besitzt.
Die Menschen sind sehr nett, und da viele entweder selbst im Ausland gelebt haben oder Verwandte dort haben, kann man sich auch meistens auf Englisch oder Deutsch verständigen.
Wir haben antike Ausgrabungen besucht, z.B. die antike Stadt Butrint (UNESCO-Kulturdenkmal), in der man zwischen römischen und griechischen Anlagen bzw. deren Überresten gut drei Stunden umherwandern kann. Wir haben Moscheen, Kirchen und Klöster besucht, sehr viel über die unterschiedlichen Religionen gehört, teilweise auch mit ihren Vertretern sprechen können und wunderschöne Ikonen-Sammlungen in den Museen gesehen. Albanien hat Kulturinteressierten eine Menge zu bieten. Allerdings sollte man auch gut zu Fuß sein, denn es geht viel bergauf und bergab, teilweise auf sehr altem und besonders bei Nässe sehr rutschigem Kopfsteinpflaster.
Wir haben auf dieser Reise jedoch auch viel über die jüngere Geschichte Albaniens erfahren, d.h. über die Zeit der Diktatur Enver Hodschas, und über das Leben der Menschen heute. Dies brachte uns auch ein besseres Verständnis dafür, warum so viele Albaner ins Ausland gehen, um dort zu arbeiten und dass mit dem Geld, das sie ihren Verwandten nach Hause schicken, Albanien zu einem großen Teil aufgebaut wird.
Ein Geheimtipp ist Saranda, eine Stadt an der albanischen Riviera, wo auch viele Einheimische Urlaub machen. Saranda hat ganz sauberes Wasser und einen sauberen (Stein-) Strand zu bieten. Nur einige Kilometer gegenüber liegt Griechenland, präzise gesagt die Insel Korfu. Auf der Flaniermeile den Strand entlang reiht sich ein Restaurant an das andere. (Übrigens, was das Essen anbelangt, wird in Albanien viel und gut gegessen. Die Nähe zu Griechenland und Italien hat die Speisenkarte mit geprägt. Die Preise sind günstig.) Auch im September herrscht mit 30 Grad noch Badewetter.
In Tirana hätte ich gern mehr Zeit verbracht. Auch hier wird sehr viel gebaut, ist vieles im Umbruch. Im Museum haben wir eine sehr interessante Führung durch die Geschichte Albaniens mitgemacht und so einen umfassenden Überblick erhalten. Es wäre schön gewesen, noch einen weiteren Tag für eigene Unternehmungen und einen Bummel durch die Stadt zu haben.
Mein Fazit: Eine Reise nach Albanien lohnt sich! Und ich finde, man sollte damit nicht allzu lange warten, denn noch wird das Land vom Tourismus nicht überflutet…
eine zufriedene Kundin der Reiseagentur Lingner
Reiseveranstalter: Studiosus-Reisen München